Los ging es Sonntagnacht um 23.00 Uhr an unsere Schule. Die drei Klassen: 9cM, 10A und 10B machten sich für die Fahrt bereit. Nach dem 11-stündigen Road Trip sind wir dann am Montag im „Junior Krakus“ angekommen. Unsere Stimmung war in den Keller gewandert, da unser Hotel in einem Industriegebiet lag und wir wegen der langen anstrengenden Fahrt sehr müde waren. Wir mussten uns erstmal an alles gewöhnen und uns einleben. Am Abend sind wir dann zu einem nahgelegenen Shoppingcenter gelaufen, um uns dort mit Süßigkeiten und Getränken zu versorgen. Nachdem wir zurück ins Hotel kamen, aßen wir alle zusammen und legten uns erschöpft in unsere Betten. So war auch schon der erste Tag vorbei.


Der zweite Tag begann für uns relativ früh, da wir direkt nach dem Frühstück ins Konzentrationslager Ausschwitz gefahren sind. Dort haben wir eine Führung durch das Hauptlager und Birkenau gehabt. Wir haben sehr viel über die damalige grausame Zeit erfahren, wie es damals aussah und wie die Juden behandelt worden sind. Diese Informationen und Anblicke vom KZ haben uns alle sehr mitgenommen.

Fast niemand hatte mehr Lust großartig etwas an diesem Tag zu unternehmen, doch bei einer Shoppingtour in einem großen Einkaufzentrum wurde die Stimmung besser. Da an dem besagten Tag gleichzeitig auch Muttertag war, wurden Blumen und Getränke an alle Mädels verteilt. Der Höhepunkt des Tages und unserer Meinung nach der gesamten Abschlussfahrt war der Karaokeabend, wo jeder eine Performance geben musste. Es wurden Lieder wie „Atemlos“, „Wannabe“ oder „500 Miles“ gesungen.

Am nächsten und dem darauffolgenden Tag haben wir mit einer polnischen Stadtführerin Krakau besichtigt. Die Führung war sehr interessant und wir haben schöne Anblicke von der Stadt bekommen. Den Ghettoheldenplatz, der zum Andenken an den Judenholocaust in Polen erinnern soll, verschiedene Kirchen, Statuen, alte Häuser und die schönen Straßen. Man muss zugeben, dass die Altstadt von Krakau sehr schön ist und sich darin sehr viel Geschichte versteckt. An dem selben Tag hatten wir noch genug Zeit, um die Stadt selber zu erkundigen, die letzten Mitbringsel zu besorgen, polnische Spezialitäten zu probieren, mit einer Pferdekutsche zu fahren oder einfach mit Freunden die übrige Zeit zu genießen. Um 17.00 Uhr mussten wir uns auf den Heimweg machen. Diese war sehr entspannt und witzig. Als der Busfahrer dann gegen 23:00 Uhr anhielt, um für uns Würstchen zu machen, wurde er offiziell der coolste Busfahrer der Welt.

Durch die Abschlussfahrt haben wir viele neue Freundschaften geschlossen und uns gegenseitig besser kennengelernt. Die Beziehung zu unseren Lehrern wurde lockerer. Es war einfach eine unvergessliche Zeit, die wir gerne wiederholen würden.